Grüne Liga : Solarbundesliga

In Deutschland wird alles gemessen. Ist das Auto des Nachbarn größer als meins, wie viele Feinstaubpartikel kreuzen die Straße und wie oft hatte Frau Merkel die selbe Bluse an. Nicht immer ganz sinnvoll, aber so manch eine Erhebung ist dann doch schon von größerem Interesse. So auch die Solarbundesliga.

Solarbundesliga? Eine Erfindung der Grünen? Nein, diese Initiative gibt es bereits seit 2001 und hat es zum Ziel, die Erfolge der Gemeinden in Deutschland zum Ausbau der Solarenergie zu messen und zu veröffentlichen. Die Solarbundesliga ist eine Rangliste der bei der Solarenergienutzung erfolgreichsten Kommunen in Deutschland. Messlatte ist die Kollektorfläche pro Einwohner bei der Solarwärme und die pro Kopf installierten Kilowatt beim Solarstrom. Veranstaltet wird die Liga von der Solarthemen-Redaktion in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe e.V.. So erfährt man, dass Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog in Schleswig-Holstein mit ihren 160 Einwohnern Deutschlands führendes Dorf mit Hinblick auf die Nutzung der Sonnenenergie ist.

Deutsche brauchen eine Messlatte an der sich sich orientieren können und die sie zu großen Taten inspiriert. Und wenn es zur Abwechslung mal nicht Nachbars Auto ist sondern die Sonnenkollektoren der Nachbargemeinde, dann können wir diesen Wettbewerb nur unterstützen und schauen auch mal, was bei uns daheim noch so möglich ist.

Quelle (Text): solarbundesliga.de

Quelle (Bild): Pixelio.de, Esperanza

Energiegutachten: Biomasse wird Energie der Zukunft

Alle Reden über Atomkraft, Sonnen- und Windenergie. Biomasse kommt in der öffentlichen Diskussion eher selten vor. Dabei bekommt sie im Energiegutachten für die Bundesregierung eine entscheidende Rolle. Biomasse soll nämlich zum größten Energielieferanten Deutschlands werden.

Das Gutachten geht davon aus, dass Deutschland 2050 ohne Atomstrom auskommt und rund 85 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid ausstößt als 1990. Die Studie geht gleichzeitig von einem langsamen Ausbau von Wind-und Sonnenenergie aus. Und 2020 soll der Ausbau der Windenergie ganz zum Erliegen kommen. Wie soll das gehen?
Die Lösung heißt Biomasse. Der Biomasse-Anteil am Energieverbrauch soll von ca. fünf Prozent auf knapp 30 Prozent steigen. Besonders im Verkehrssektor setzt die Bundesregierung auf pflanzliche Treibstoffe. So soll der Anteil von Biokraftstoffen am gesamten Spritverbrauch auf 85 Prozent steigen. Elektroautos spielen komischerweise eine untergeordnete Rolle.
Nichts gegen Biokraftstoffe – aber hier stellt sich wieder die Frage, wie das funktionieren soll. Angesichts der Autos auf unseren Straßen und dem damit einhergehenden Bedarf an Treibstoffen, kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Felder ausreichen. Und die im Gutachten vorgeschlagenen Importe sind teuer. Und so richtig “bio” sind die Kraftstoffe sicherlich auch nicht mehr, wenn für den Anbau in anderen (wahrscheinlich Entwicklungsländern) Wälder abgeholzt werden, um Fläche zu schaffen.

Auch andere sehen das Vorhaben kritisch.

Claudia Kemfert, Energieexpertin des Wirtschaftsinstituts

Dieser massive Ausbau dürfte mit einer nachhaltigen Nutzung von Biomasse kaum zu vereinen sein.

Energieexperte Thorben Becker beim Umweltverband BUND

Das ist nicht sinnvoll. Man kann die Bioenergie ohne Zweifel ausbauen, aber nicht einmal ansatzweise in dieser Größenordnung.

Quelle (Text): Frankfurter Rundschau Online
Quelle (Bild): Andreas Hermsdorf/ Pixelio

Stand : DESERTEC

Vor kurzem hatten wir mit einer Reihe zum Wüstenstromprojekt DESERTEC begonnen. Dabei handelt es sich um ein gigantisches Projekt, welches bis 2050 große Teile des europäischen Strombedarfs durch die afrikanische Sonne decken soll.

Wie ist dieses Projekt inzwischen vorangekommen? Natürlich handelt es sich dabei um ein immenses Projekt mit einem nie dagewesenen Umsetzungszeitraum. Trotzdem wird der Weg zum Ziel kontinuierlich beschritten. Siemens, einer der führenden Teilhaber dieses Projekts, hat inzwischen die israelische Solel gekauft, die sich auf “Concentrated Solar Power” spezialisiert hat. Diese Technik soll auch hauptsächlich bei DESERTEC eingesetzt werden. Bisher hatte Siemens in diesem Bereich nur wenig Know-how. Mit dem Erwerb von Solel hat sich dies geändert. Siemens hat mit Solel auch große Ziele und möchte den Umsatz vervielfachen und den noch sehr kleinen Markt in diesem Bereich ausbauen.

Die Integration in den Siemenskonzern und die Verbesserung dieser Technologie wird einige Zeit in Anspruch nehmen. In ein paar Jahren jedoch, kann dies einer der Grundsteine sein, die einen Erfolg von DESERTEC möglich machen.

Quelle (Text): wiwo.de

Quelle (Bild): Pixelio.de, RainerSturm

Einspeisevergütung in Tschechien soll gekürzt werden

Nicht nur in Deutschland wird derzeit heftig über die Zukunft der Stromversorgung diskutiert. Unser Nachbarland Tschechien hat seinen Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien verabschiedet.

Besonders in der Solarbranche kommt dieser Plan nicht gut an. Der Aktionsplan enthält zum einen die Forderung, die großzügige Einspeisevergütung für Photovoltaik um die Hälfte zu kürzen. Außerdem soll eine gesetzliche Pflicht zum Recycling alter Solarmodule eingeführt werden. Während man das Entsetzen bei der ersten Forderung verstehen kann – zeigt sich bei der zweiten Forderung, dass die Photovoltaik für die meisten in erster Linie ein Geschäft ist. Was soll schließlich daran falsch sein, sich auch am Ende des Lebenszyklus adäquat um seine Produkte zu kümmern? Man kann sich schließlich nicht damit brüsten, den Grundstein für saubere Energie zu legen und gleichzeitig die teuren Rohstoffe aus alten Modulen einfach wegschmeißen. Dann wäre die Solarbranche auch nicht anders, als die Atomkonzerne, oder?

Die Tschechische Republik wurde im letzten Jahr vor allem durch die großzügige Förderung nach Deutschland und Italien zum drittgrößten Photovoltaikmarkt Europas. Die Förderung hat zu einer rasanten Marktentwicklung geführt und bereits im März hatte das tschechische Parlament beschlossen, die Solarenergieentwicklung zu kontrollen. Die Abgeordneten befürchteten andernfalls einen starken Anstieg der Energiepreise und die künftige Instabilität des Überrtragungsnetzes. Zudem war ihnen wohl ein Dorn im Auge, dass sich die riesigen Investitionen der Investoren bereits nach ca. drei Jahren rentieren.
Eine Kürzung der Einspeisevergütung scheint trotz des Aufschreis der Solarbranche angebracht. Aber ob es wirklich gleich eine Halbierung sein muss, wagen wir zu bezweifeln…

Quelle (Text): Photovoltaik.eu
Quelle (Bild): Rainer Sturm/ Pixelio

Atomkraft oder Emissionen?

Heute verkündete Angela Merkel, dass sie Laufzeitverlängerungen von 10 bis 15 Jahren anstrebt. Damit soll Strom bezahlbar bleiben und eine Brücke zu den erneuerbaren Energien geschlagen werden.

Richtig ist, dass erneuerbare Energien noch nicht in der Lage wären, den produzierten Stromanteil deutscher Atomkraftwerke sofort zu ersetzen. In den nächsten Jahrzehnten erst soll es möglich sein, den Großteil deutscher Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien zu produzieren. Bis es jedoch soweit ist, brauchen wir andere Energieformen, wenn wir denn nicht auf Computer, Fernseher und Handy verzichten wollen. Dabei bleiben nur zwei Alternativen: fossile oder atomare Brennstoffe. Jetzt ist die Frage, was das kleinere Übel ist. Hat ein Atomkraftwerk einen Schaden, kann dies das Leben vieler Menschen und Tiere bedrohen und weite Gegenden für sehr lange Zeit unbewohnbar machen. Kohlekraftwerke haben diese Gefahr nicht, jedoch stoßen sie so viele Schadstoffe aus, dass indirekt der Natur und den Menschen ein ähnlicher Schaden widerfährt. Nur wenn man davon ausgehen könnte, dass bis zum endgültigen Abschalten von AKWs keine Gefahr ausgeht und die Brennstäbe danach sicher untergebracht sind, dann wären AKWs die bessere Wahl, jedoch kann niemand soetwas hervorsehen.

Richtig ist jedoch, dass den erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Und mit einem endgültigen Ultimatum über eine Abschaltung von Atomkraftwerken wird eine genaue Frist für einen umfassenden Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt.

Quelle (Text): Handelsblatt.de

Quelle (Bild): Pixelio.de, vinart

Testbericht: Tragbares Solarladegerät

Vielleicht habe ich ein bisschen übertrieben, als ich gesagt habe, die Lichterkette mit Solar sei das Beste aus unserem Testpaket von Yomoy gewesen. Aus Frauensicht vielleicht. Für Männer ist es bestimmt das Solarladegerät.

Solarladegerät

Solarladegeräte scheinen gerade im Trend zu sein. Zumindest habe ich sie schon in vielen Blogs und Onlineshops gesehen. Trotzdem war ich skeptisch und konnte mir nicht vorstellen, dass sie wirklich funktionieren.
Mit den Testprodukten hatte ich nicht nur Spaß, ich habe auch gelernt, dass ich zu skeptisch an die Technik herangehe. Denn auch dieses “Solargadget”, das eigentlich keines ist, schließlich erfüllt es einen sinnvollen Zweck, funktioniert.
Testobjekte waren ein Handy und ein IPod, die durch die 10 mitgelieferten Adapter an das Ladegerät angeschlossen werden konnten. Das Ladegerät sollte an einen möglichst sonnigen Platz gelegt werden – dann lädt es sdie Geräte nämlich schneller wieder auf. Es funktioniert aber auch an bedeckten Tagen und in geschlossenen Räumen. Natürlich dürfen sie nicht vollständig verdunkelt sein.
Ich hatte erwartet, dass die Ladezeit sehr lang sein würde. Auf unserem Fensterbrett luden Handy und IPod jedoch genauso schnell auf, wie an der normalen Steckdose.
Wichtig ist hier zu wissen, dass die Solarmodule nicht direkt das Gerät aufladen, sondern einen Akku, das den Strom an das Endgerät weitergibt. Der vollgeladene Akku kann deshalb streng genommen auch ohne Solarmodul andere Geräte aufladen. Wenn man sich also in dunkle Gegenden begibt, sollte man dem Akku ca. 13-14 Stunden Zeit geben, sich aufzuladen.

Besonderes positiv aufgefallen, sind uns die 10 mitgelieferten Adapter:

  • Sony Ericsson: Zwei Adapter, zum Anschließen älterer und neuerer Handymodelle
  • Nokia: Drei Adapter, zum Anschließen älterer und neuerer Handymodelle
  • iPod: Per USB ist ein Anschluss an alle iPod- und iPhone-Modelle möglich
  • USB-Buchse: Für alle Einheiten geeignet, die sich per USB laden lassen, wie z. B. MP3-Player, Smartphones, PDAs, Navis usw.
  • Mini-USB: Blackberry Smartphones, Nintendo DS Lite, Bluetooth-Headset usw.
  • LG: Ein Adapter. Geeignet für z. B. LG Chocolate U990
  • Samsung: Zwei Adapter, zum Anschließen älterer und neuerer Handymodelle
  • Motorola: Ein Adapter. Geeignet für z. B. Motorola V3

Solarladegerät Adapter

Denn was nützt uns so ein tolles Ladegerät, wenn wir unser Gerät nicht anschließen können. Wir wollen den Hersteller hier nicht auf böse Gedanken bringen. Aber die Adapter sind uns auch deshalb so positiv aufgefallen, weil man sie durchaus hätte einzeln zum Ladegerät verkaufen könnte. Ein netter Zug, der dann auch den Preis von 35,90 Euro für das Ladegerät rechtfertigt. Wie immer, wenn Solarmodule im Spiel sind, handelt es sich nicht um ein billiges Vergnügen. Allerdings hat man mit dem Ladegerät ein wirklich praktisches Gerät an seiner Seite. Es macht nicht nur unabhängig von Steckdosen und spart Strom. Es spart auch Platz – schließlich benötigt man jetzt nicht mehr für jedes Gerät eine eigenes Ladegerät.

Zu kaufen gibt es das tolle Gerät hier.

Quelle (Bild): Yomoy.de

Solarvereine in Deutschland: Solarverein Frankfurt

Die nächste Station unserer Reise zu den Solarvereinen Deutschlands führt uns nach Frankfurt am Main. Dort ist der Solarverein Frankfurt seit dem April 2009 aktiv.

Und obwohl der Verein vergleichsweise jung ist, hat er schon viel erreicht. Seit dem 30. Juni 2010 speist die erste Bürgersolaranlage des Vereins mit einer Leistung von 20,7 kWp Strom ins Netz ein.

Kaum ist die erste Anlage ans Netz gegangen, macht sich der Verein wieder auf die Suche nach neuen Dächern. Die erste Anlage befindet sich auf dem Dach einer Turnhalle in Frankfurt/ Nied – aber auch Dächer im Rhein-Main-Gebiet sind willkommen. Denn das Problem ist es nicht, Gesellschafter für die Bürgersolaranlagen zu finden, sondern Dächer. Bereits ab 500 Euro können Interessierte in eine Anlage investieren. Und viele der privaten Investoren sehen nicht nur den Profit der Anlage, sie wollen etwas zur Energiewende beitragen, der sich der Verein verschrieben hat.

Bürgersolaranlagen sind der Schwerpunkt des Vereins. Mitglieder sind Solarexperten, Politiker und Umweltfachleute, die nicht nur bei der Planung und beim Bau der Anlagen helfen, sondern die Mitglieder und andere Solarinteressierte über Solartankstellen für Elektrofahrzeuge, Modultechnik, Installationen oder Finanzierung informieren. Mit dem Solarkocher des Vereins zeigen die Mitglieder bei Straßenfesten, wie gut Photovoltaik funktioniert und welche Kraft in ihr steckt.

Weitere Informationen und Möglichkeiten, mit dem Solarverein Frankfurt Kontakt aufzunehmen finden Sie hier.

Quelle (Bild): Rainer Sturm/ Pixelio

Öko-Dax nicht gleich Dax

Wer auf die erneuerbaren Energien setzen und mit ihnen Geld verdienen möchte, der setzt auf den Öko-DAX. Der Öko-DAX spiegelt die 10 größten deutschen Firma im Bereich der erneuerbaren Energien ab und vollzieht ihre Kursschwankungen 1:1 mit. Bei einem Ansteigen der Börsenkurse der 10 Firmen steigt damit auch der Öko-DAX. Oder er fällt, wie in den letzten Jahren geschehen.

Sein Hoch hatte der Index kurz vor der Finanzkrise in 2008, danach ging es steil bergab. Der Kurs vierteilte sich sogar und erreichte ein Tief nach dem anderen. Inzwischen hat er wieder Ziel auf niedrigere Kurse genommen. So trüb dieses Bild auch sein mag, langfristig steht den erneuerbaren Energien und damit den Herstellern alle Türen für Wachstum offen. Daher können solch deprimierend niedrigen Kurse durchaus interessant sein, sollte man von einem Anstieg der Kurse der im Öko-DAX abgebildeten Firmen ausgehen.

Schon immer war es so, dass wenn man zu Beginn einer neuen Branche investiert gewesen wäre, viele Jahre oder sogar Jahrzehnte später von den enormen Kursgewinnen profitiert hätte. Nur wenige Aktien von Microsoft, SAP oder Daimler reichten, um Millionär zu werden. Doch ob das beim Öko-DAX noch möglich oder je eintreten wird ist fraglich. Das hängt davon ab, wie ein jeder die Zukunftschancen der Branche einschätzt und ob auch das Glück hold ist.

Quelle (Text): FAZ.net

Quelle (Bild): Pixelio.de, fine2art

Erneuerbare Energien bringen Geld in leere Kommunenkassen

Die Stromerzeugung aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen ist nicht nur gut für die Umwelt – sie spült auch Geld in die chronischen leeren Kassen der Kommunen. Laut einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) kann die regionale Wertschöpfung in Deutschland auf 6,6 Milliarden Euro beziffert werden.

Die Wertschöpfung der Windkraft beläuft sich auf 2,1 Mrd. Euro, die der Photovoltaik auf 2,4 Mrd. Euro und Biogasanlagen machen einen Anteil von 500 Mio. Euro aus.
Durch neue Steuereinnahmen, Flächenverpachtung für die Stromerzeugung sowie neue Arbeitsplätze und dem daraus resultierenden höheren Einkommenssteueranteil werden die Erneuerbaren Energien auch für die Kommunen lukrativ.

Die Studie wurde im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien erstellt und wird Anfang September sicherlich neuen Schwung in die Debatte um längere Laufzeiten von Atomkraftwerken bringen. Vielleicht sollten sich die Kommunen verstärkt in die Debatte einschalten – schließlich zeigt die Studie, dass sie vom Ökostrom profitieren. Und die positive Entwicklung wird nicht abreißen. Sollte es zu dem erwarteten Ökoenergie-Anteil von 28,7 Prozent kommen, könnten jährlich 12,3 Mrd. Euro in den Kassen der Kommunen landen.

Quelle (Text): Zeit online
Quelle (Bild): Rainer Sturm/ Pixelio

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